Bristol Rockley 1986 Sherry Finish 46%
Dieser Rockley hat ein Sherry Finish erfahren, ich hoffe dieser dominiert nicht und nimmt nichts von den üblichen Aromen weg.
Nase: Hülsen in Form von Buchweizen (trocken). Die Nase erinnert mich ein wenig an Savanna-Rum. Es sind viele Hülsen in der Nase. Dann grasige Aromen mit Honig und etwas Kräutern wie Rosmarin. Auch etwas Holz, Kiefer. Für 46% recht intensive Nase, der Sherry ist nicht dominant (ich bemerke ihn kaum).
Geschmack: Zuerst nehme ich Hülsen sowie das Holz mit Tanninen und den Honig mit Joghurt wahr. Einige grasige Aromen sind auch immer dabei. Minze breitet sich in meinem Mund aus, je mehr ich davon trinke. Der Honig hat auch eine schöne Süße. In der Mitte wird der Rum warm im Mund. Jetzt bekommt man wieder die Hülsen, das Holz (aber weniger Tannine) und den Honig mit Joghurt. Wieder grasige Aromen und am Ende wird der Rum würzig.
Sobald man ihn schluckt, bekommt man die Würze mit Hülsen, Holz und etwas Orangenzesten (jetzt ohne Tannine), etwas Vanille, etwas feucht-erdiges Fass.
Der Nachgeschmack ist der beste Teil, mit Vanille, Orangenschalen, Minze, Leder und Hülsen.
Fazit: Kein schlechter Rockley, leider ist fast nichts mehr auf dem Markt. Die Hülsen sind anfangs recht dominant, da hätte er blumiger sein können. Die Verdünnung geht in Ordnung, ist aber bemerkbar. Der Sherry hat mich nicht gestört, bzw. ich habe ihn nicht bemerkt. Der Abgang ist jedoch anders gewesen als sonst üblich. Auch für den Preis von 195€ (ich habe eine Probe bekommen) hat er noch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Punkte: 87
Süße: 2/5
Frucht: 3/5
Schärfe: 2/5
Komplexität: 3.5/5
PL (195€): 3,5/5
Bristol Rockley 1986 Sherry Finish 46%
RA Barbados WIRD Rockley 2000 47,1%
Es kam von RA überraschend zum Rumfestival noch ein RA Rockley heraus. Die 2000er Jahrgänge sind nicht dafür berühmt besonders herauszustechen und bei der Stärke von 47,1% würde ich hoffen, dass dieser hier besser ist als der Green Label.
Nase: Schon nach dem Einschenken bemerke ich, wie intensiv er aus dem Glas duftet (50cm Luftlinie). Was so heraussticht sind die Hülsen (trockener Buchweizen), im Grunde auch typisch für Rockley aber auch typisch für Savanna (Reunion) und bei einigen TDLs.
Im Glas dann der typische Rockley Charakter mit etwas PM DNA. Honigsüße, Vanille, Buchweizen, Eindruck von Joghurt (Milchsäurebakterien), frisches Holz wie von einem PM und dazu leicht grasige Aromen. Einige Tannine verleihen ihm einen etwas weniger süßen Eindruck und ziehen in mehr in die holzige Richtung.
Durch diese Intensität finde ich ihn sehr gut, wenn auch nicht ausgezeichnet. Leider fehlen die blumigen Aromen.
Geschmack: Etwas dünner start mit etwas Holz (bessert sich nach mehreren Schlückchen) und grasigen Aromen á la PM, dann flammt die Süße kurz auf (Honigsüße mit Vanille). Zur Mitte hin kommt das salzige Holz durch und verdrängt die Süße. Es entwickeln sich Bitterstoffe (Tannine), das Holz bleibt präsent. Er wird schärfer, sticht minimal am Gaumen. Der Rockley Rauch taucht spätestens jetzt auf.
Der Abgang ist etwas scharf mit vielen Tanninen und dem Holz, etwas salzig, Vanille ist da, das Buchweizen und grasige Aromen. Die Honigsüße ist leider verschwunden.
Nachgeschmack: Süße mit Salz, Vanille, Trockenhülsen (Buchweizen), Holz
Fazit: Ein durchaus intensiver Rockley in der Nase, bietet auch vieles was man von einem Rockley erwartet ohne ggü. anderen Abfüllungen herauszustechen. Am Gaumen offenbaren sich ein paar Schwächen, da wäre der dünne Start und nachlassende Süße zum Abgang hin. Für den Preis sicherlich ein Schnäppchen, präsentiert er doch den typischen Rockley Charakter.
Gesamtwertung: 86 Punkte
Süße: 1/5
Frucht: 2/5
Schärfe: 2.5/5
Komplexität: 3.5/5
PL (89€): 4/5
Whiskybroker 2000 WIRD Barbados Rockley 16y
Nase: Honigsüße, Vanillepudding, einige Kräuter sind die ersten Aromen. Es ist zuerst ziemlich scharf in der Nase und ein bisschen medizinisch. Gefolgt von hellem feuchtem Holz und blumigen Aromen. In der Nase wirkt der Rum etwas ölig. Es ist wie eine süße und aromatische PM, aber ohne die grasigen Aromen. Lecker, aber nicht sehr komplex.
Geschmack: Süße Vanille, blumige und grasige Aromen, gefolgt von etwas Tanninen und Holz. Die Schärfe nimmt zu und setzt mit Tanninen mehr Holz frei. Vanille ist noch da mit Holzchips. Der Abgang ist würzig mit Holz und Vanille, wirkt im Mund etwas ölig. Ziemlich langer und aromatischer Abgang. Da sind wieder die blumigen Aromen.
Nachgeschmack: Blumige Aromen, Vanille, helles Holz
Fazit: Dieser Rum ist aromatisch wie ein SVW aber nicht von Demerara sondern von Rockley. Sehr interessant, aber nicht außergewöhnlich, es muss bessere Abfüllungen geben.
Daher Gesamtwertung 88 Punkte.
Süße: 2/5
Blumen: 3/5
Gewürz: 3.5/5
Komplexität: 3.5/5
PL 200€: 3/5
Cadenhead's 2000 Barbados Blackrock BBR 11-Year Rockley
Cadenhead's 2000 Barbados Blackrock BBR 11-Year
Ein anderer Rockley von der 2000er Batch.
Nase: Wieder blumig mit Vanille und frischem Holz. Die typischen Rockley Aromen sind vorhanden. Leicht gemüsiger Fiji Einschlag ist hier ebenfalls zu benennen, aber fällt höchstens im Hintergrund auf. Ebenfalls im Hintergrund sind leicht grasige Aromen wie bei einem PM. Etwas rauchig und pfefferig wirkt der Rum, das ist jedoch nicht die kalte Asche, sondern ein natürliches Fassaroma.
Bei dieser Fassstärke dachte ich, dass die Aromen intensiver wären. Ich lasse ihn noch einige Zeit stehen, die Aromen verstärken sich leicht, es kommt aber nichts neues dazu.
Geschmack: Startet vanillig und selbstverständlich mit Honigsüße. Wird warm im Mund, es kommt mehr Holz dazu, außerdem Orangenzesten mit Pfeffer in Verbindung mit Tanninen. Die Schärfe steigt an, verstärkt nochmal das Holz und den Pfeffer. Vanille ist natürlich noch immer präsent.
Der Abgang ist scharf, viel Holz, Orangenzesten, Vanille und Bitterkeit von Tanninen.
Nachgeschmack: Vanille, Holz, Tannine, leich Pfeffer
Fazit: Der Rum ist intensiv, auch der typische Rockley Charakter ist hier zu erkennen. Eine Einflüsse von getrockneten Orangenzesten in Verbindung mit Tanninen grätschen jedoch dazwischen und lenken etwas ab. Ich würde mir noch etwas mehr Cremigkeit statt Pfefferigkeit wünschen.
Ein ordentlicher wenn auch kein überragender Rockley. Deswegen 87 Punkte.
Gesamtwertung: 87 Punkte
Süße: 2/5
Frucht: 3/5 (mehr Frucht als Blumigkeit)
Schärfe: 3.5/5
Komplexität: 3/5
Wert (250 Euro): 2.5/5
Cadenhead's 1986 Barbados Green Label Rockley 18-Year
Cadenhead's 1986 Barbados Green Label Rockley 18y.
Dieses Mal habe einen Rockley aus der alten 1986 Batch. Mal sehen wie er im Vergleich zur 2000er Batch performt.
Nase: Viel Vanille, Honigsüße steigt in die Nase auf. Der Rum wird mit der Zeit immer blumiger und aromatischer. Leicht säuerliche Duftnote versteckt sich in der Süße die mich an Sternfrucht erinnert. Leckeres frisches Holz rundet das ganze ab. Sehr leicht rieche ich im Hintergrund auch etwas Gemüse (Tomaten) das mich an Fiji erinnert. Ein leckerer Duft, erinnert mich etwas an den Bristol Rockley mit Sherry Finish. Aber das ganze ist eine Stufe weiter.
Geschmack: Vanilliger Start mit Holz. Auch hier sind blumige Noten immer wieder zu schmecken. Ich würde auf Blüten wie Hibiskus und Nelken tippen. Die Schärfe nimmt etwas zu, es ist noch immer sehr viel Vanille zu schmecken. Langsam arbeitet sich das Holz mit der Schärfe nach vorne und gibt auch einige Tannine ab. Die Bitterkeit nimmt zu, stört nur leicht da das Holz mit cremiger Vanille die meiste Präsenz hat.
Der Abgang ist leicht scharf und auch recht holzig mit den Tanninen, einige kräftigere Fassaromen sind präsent, ich würde fast etwas Leder und Nelken benennen. Vanille könnt ihr euch zu jeder Zeit denken.
Nachgeschmack: Vanille, Holz, Tannine, etwas Fassaromen (Nelken), leicht grasige Aromen wie bei einem PM
Fazit: Ein guter Rum, die Verdünnung geht in Ordnung. Stört mich nicht sehr, da ich keinen weiteren Rum zum Direktvergleich hinzunehmen. Leichte Bitterkeit geht auch in Ordnung, leichten Abzug werde ich jedoch auch hier berücksichtigen Müssen.
Komplexität hält sich wie beim Bristol in Grenzen, da müsste es auch durchaus bessere Abfüllungen geben. Deswegen würde ich hier 88 Punkte vergeben.
Gesamtwertung: 88 Punkte
Süße: 2/5
Frucht: 3/5
Schärfe: 2/5
Komplexität: 3/5
PL (200 Euro): 3/5
EL DORADO Diamond 1998 20y for 100th Anniversary De Monnik Dranken
Nase: Unglaublich blumig, aromatisch. Der Rum springt förmlich aus dem Glas.
Blumen, Lippenstift und Trockenfrüchte. Holzaromen mit Karamell folgen. Ein sehr schöner und raffinierter Geruch. Etwas Leder, Orangenzesten und wenige Aromen von Milchschokolade. Ich muss hier nicht zu viel in die Details gehen, da der Geruch unglaublich gut ist und ihr sicherlich noch selbst viele feine Aromen entdecken könnt. Er geht stark in Richtung von Velier Diamond SVW 1996, ich meiner der Velier war aber noch komplexer und intensiver.
Geschmack: Blumiger Start mit Trauben, Lippenstift und roten Trockenfrüchten. Es entwickeln sich etwas Bitterstoffe und man hat den Eindruck auf einen Traubenkern zu beißen. Das Mundgefühl ist auch etwas adstringent (trocknend). Orangenzesten mit Holz entwickeln sich zur Mitte hin, die Trauben sind noch immer präsent. Orangenzesten explodieren förmlich als die Schärfe zunimmt.
Der Abgang ist leicht scharf, viele Trockenfrüchte, Trauben und blumige Aromen sind dabei.
Nachgeschmack: Blumige Aromen, Lippenstift, Trockenfrüchte, etwas Holz
Fazit: Ein toller Rum und ein typischer SVW. Er ist sehr aromatisch, reicht jedoch nicht ganz an den Velier SVW heran der noch etwas komplexer ist. Deswegen 94 Punkte.
Gesamtwertung: 94 Punkte
Süße: 2/5
Frucht: 3/5
Würze: 3/5
Komplexität: 3.5/5
PL (300 Euro): 4/5
El Dorado 2001-2017 Port Mourant & Diamond Velier 70th Anniversary
Ein Blend aus PM + Diamond. Der Diamond ist wohlgemerkt ein 2001er SVW. Aus dem Jahr existieren auch einige Skeldons (jedoch kenne ich keine SVW Abfüllung aus dem Jahr). Mal sehen, ob die angaben sich als richtig erweisen.
Nase: Oh ja, da sind direkt die Weintrauben, etwas Melasse, schöne Fassaromen von Holz. Trockenfrüchte wie Cranberrys und Pflaumen, dazu leicht reife bzw. erdige Aromen, auch einiges an Tabak ist dabei. Das zeigt auch das schöne Alter dieses Rums. Er wirkt reif, dunkel und blumig aromatisch (etwas Orangenzesten sind wahrnehmbar). Ich würde sagen der SVW überwiegt deutlich und gibt dem PM etwas wenig Raum, was ich sehr gut finde.
Im Hintergrund ist höchstens etwas Honig und die Holzchips des PMs zu erahnen.
Ein sehr guter Geruch der mich sehr gespannt macht.
Geschmack: Startet etwas süß mit Trockenfrüchten wie Pflaumen und den Cranberries. Melasse mit dunklen Fassaromen ist natürlich auch dabei, etwas Tannine sind wahrnehmbar. Schärfe hält sich in Grenzen, der Rum wird zur Mitte hin mehr holziger.
Ab der Mitte entwickelt sich der PM und gibt die Eiche frei. Die Schärfe steigt nun an und Holzchips mit Honig und leicht grasigen Aromen sind nun präsent. Der Abgang ist etwas scharf zuerst wie ein PM, dann mit Einflüssen von Trockenfrucht und Melasse.
Je länger der Rum steht, umso mehr schiebt sich der PM nach vorne in den initialen Geschmack. Ich würde raten dem nicht viel Zeit zu geben. Je früher ich ihn trinke, umso besser gefällt er mir. Ich mag SVW viel mehr als PM, das ist der einfache Grund.
Nachgeschmack: Zuerst einiges an PM Aromen wie helles Holz, grasige Aromen. Danach kommt der SVW durch mit Trockenfrüchten und Melasse. Nach einigen Minuten übernimmt wieder der PM und wirkt dabei noch sehr blumig.
Fazit: Ein toller Blend. Selten so ausgewogen, da ein PM verblendet wurde. Sehr komplex, verändert sich auch recht schnell und schmeckt zeitabhängig anders. Leider spüre ich hier nicht die volle Blumigkeit eines SVWs, da es sich hier um einen Blend handelt. Hier erscheinen mir 93 Punkte als angemessen, da der Rum eine schöne Erfahrung bietet und sowohl den SVW als auch den PM sehr gut präsentiert.
Gesamtwertung: 93 Punkte
Süße: 2/5
Frucht: 3/5
Schärfe: 3/5
Komplexität: 4/5
PL (250 Euro): 4/5
Velier Caroni 12y
Velier Caroni 12y
Geruch: Nach einer Stunde im Glas riecht er sehr ledrig. Ich würde ihn garantiert mit einem Bristol 1997 verwechseln. Viel Leder, wenig Frucht, etwas Teer und Fassaromen wie Eiche mit erdigen Aromen.
Nicht komplex, sehr direkt und gut, aber ohne Raffinesse wie viele 97er.
Geschmack: Leicht Trockenfrucht, Eiche, danach direkt Leder mit Bitterstoffen (Tanninen). Der ist wie Bristol 1997-2017.
Danach kommt Teer dazu, die Bitterstoffe bleiben recht dominant mit der Eiche am Gaumen. Er hat wenig Süße.
Der Abgang ist etwas scharf mit viel Leder, Tanninen und Eiche. Trockenfrucht entwickelt sich mit Eiche im Nachgeschmack.
Nachgeschmack: Eiche, Trockenfrucht, Tannine, etwas Teer
Fazit: Kein Übercaroni, eher ein normaler 97er. Aber die Qualität ist in Ordnung, auch wenn mir die Tannine etwas zu präsent erscheinen.
Gesamtwertung: 86 Punkte
Süße: 1/5
Frucht: 1.5/5
Schärfe: 3/5
PL (200€): 3/5
Velier Foursquare Triptych 2004-2005-2007
Velier Foursquare Triptych 2004-2005-2007
Gereift in Bourbon, Madeira and virgin Oak Fässern.
Geruch: Ein scharfer Geruch sticht zuerst in die Nase. Der kann nicht verheimlichen, dass er jung ist. Es kommen viele Bourbon Aromen auf, da ist die typische Vanille, frisches Holz in Form von Eiche. Viele Trockenfrüchte folgen, auch rote Trockenfrüchte vom Madeira Fass sind dabei. Er ist heller im Geruch als die alten Foursquare Abfüllungen.
Er ist mehr jung und holzig, weniger Reif und vielschichtig. Erinnert mich mehr an Doorlys 8y.
Geschmack: Schärfe kommt direkt auf. Eiche, Vanille und die Bitterstoffe folgen. Die Schärfe steigt noch stärker auf. Er stichelt auf der Zunge, intensiviert dabei die Bourbon Aromen von Vanille und Eiche.
Wendet sich dann in der Mitte mehr den Trockenfrüchten zu, auch wenige rote Trockenfrüchte wie Cranberries sind dabei.
Im Abgang wird er wieder schärfer und holziger, die Trockenfrüchte klingen ab und die Bitterstoffe nehmen erneut zu. Was bleibt sind Eiche mit Vanille und Bitterstoffe.
Nachgeschmack: Eiche, Vanille, Bitterstoffe, Trockenfrüchte
Fazit: Ein eher schlechter Foursquare der unreif wirkt. Bitterstoffe und die Schärfe zeigen, dass er noch länger reifen sollte. Da hätte ich sogar Doorlys 12 bevorzugt.
Die drei Fässer hatten eher wenig Effekt auf die gesamte Komposittion, da jedes Fass vermutlich unreif war.
Gesamtwertung: 76 Punkte
Sweetness: 2/5
Frucht: 3/5
Schärfe: 4/5
PL 300€: 1/5
Caroni 2000 EU Version 55%
Nase: Sehr lederig und süß, erinnert mich am ehesten an Dicky Employee oder auch an den RN 1999.
Viel Leder, dahinter direkt Teer wahrnehmbar. Das ist sehr schön dreckig.
Schönes Holzaroma, mit etwas Vanille, Trockenfrüchten und einer intensiven Süße.
Der Rum überzeugt mich, ich mag dieses süße und dreckige.
Geschmack: Dreckiger Stark mit Teer, Tanninen, Leder und Fassaromen. Schärfe nimmt etwas zu, das Bourbonfass übernimmt die Aromen, Leder entwickelt sich stark. Der Mund trocknet aus, die Trockenfrüchte werden präsent. Teer in Verbindung mit Tanninen wird recht dominant zum Finish hin. Der Rum ist insgesamt nicht sehr scharf bei 55%.
Der Abgang ist etwas scharf und lederig, Teer, Trockenfrüchte auch dabei.
Die Komplexität hält sich in Grenzen.
Nachgeschmack: Leder, Teer, Tannine, Trockenfrüchte, Bourbonfass
Fazit: Ein guter Caroni, süß und dreckig. Ein schöner Jahrgang, der mich auch an den RN 1999 erinnert.
Sehr stimmig, es fehlt allerdings die Komplexität die den Preis von ca. 500-700 Euro nicht rechtfertigt.
Gesamtwertung: 91 Punkte
Süße: 2/5
Frucht: 3/5
Schärfe: 3.5/5
PL (600€): 2.5/5
Velier MHOBA 2017
Nase: Den Duft kenne ich schon und zwar von Nanny of the Maroons.
Das ist eine Matche aus Quitte, Birne, Kürbis und etwas Limette. Seine Jugend ist ihm durch die Limette anzumerken. Nach ca. 30min kommt frisches Holz mit Orangenzesten zum Vorschein, süße Honignoten sind außerdem in der Kombination vorhanden.
Er sticht etwas in die Nase, ich merke leicht die Säure, aber sonst keine Fassaromen.
Geschmack: Startet eher mild mit süßer Quitte, Orangenzesten und leichten Bitternoten wie von Limettenschalen. Nimmt rasant an Schärfe zu, prickelt auf der Zunge und lässt die Quitte durch die Decke steigen. Birne kommt hinzu und zieht sich ewig bis in den Nachgeschmack. Bitterstoffe sind vorhanden, wobei ich nicht weiß ob die von Holz kommen, sie wirken eher metallisch auf mich. Der Mund trocknet aus und die Zunge wird von der Schärfe gestichelt. Ich habe ein Eindruck, als schmecke ich etwas Holz.
Das ist ein wirklich sehr langer Abgang, der noch Minuten nachhallt. Quitte ist dabei das dominierende Aroma.
Nachgeschmack: Quitte, Birne, Banane, Orangenzesten
Fazit: Das ist ein recht scharfer Rum mit ordentlichem Fruchteinschlag. Am Anfang fand ich ihn nicht aufregend, aber als nach 30min die Orangenzesten hinzu kamen, hat sich meine Meinung geändert.
Das ist für mich ein sehr guter Rum, der ein neues Geschmackserlebnis bietet und dabei dennoch mit seinen 4 Jahren genügend Komplexität aufweist.
Er hat noch Potential, ich denke mit 10 Jahren wäre das noch ein weitaus besserer Rum. Die Schärfe könnte sich reduzieren und die Orangenzesten könnten an mehr Einfluss gewinnen und dabei noch mehr Holzlack reinbringen.
Gesamtwertung: 87 Punkte
Süße: 3/5
Frucht: 4.5/5
Schärfe: 4/5
Komplexität: 4/5
PL: 3.5/5
Compagnie des Indes 1994 Trinidad Caroni 21
Nase: Eher zurückhaltende Nase, ich nehme recht wenig von den dreckigen und typischen Caroni Aromen wahr. Stattdessen recht blumige Aromen, Vanille, helles Holz, etwas Honigsüße mit hellen reifen Früchten (evtl. Melone). Etwas tiefer sind Fassaromen und eher im Hintergrund kann man die dreckigen Aromen erahnen. D.h. etwas Leder und das wars auch schon. Kein Teer oder Gummi.
Also das ist ein ganz anderer Caroni, kommt eher rüber wie ein normaler Rum. Recht hell und süß mit fruchtigen Aromen. Evtl. war dies der verdünnte Felicite Gold Rum.
Geschmack: Süßer Start mit Honig und Vanille, dann nach einiger Zeit helle Frucht, aber auch Orange. Dann entwickelt sich aber auch schon das Leder mit Tanninen und die Schärfe steigt an. Drei Mal dürft ihr raten was die Schärfe mitbringt. Richtig, Vanille und helles Holz, schließlich wurden Bourbon Fässer verwendet. Das Leder kommt Richtung Abgang wieder stärker zur Geltung und erdige Aromen kommen hinzu (evtl. ist da noch etwas Teer und Holzlack, das kann ich jetzt schlecht wahrnehmen in der Kombination).
Der Abgang ist scharf, wieder mit Vanille, dem hellen Holz und dem Leder.
Nachgeschmack: Leder, Vanille, helles Holz
Fazit: Also in der Nase hätte ich nicht erkannt, dass es ein Caroni ist. Ich hätte auch einen unspektakulären Rum getippt, dem ich kaum Beachtung geschenkt hätte. Aber am Gaumen überrascht er doch etwas mehr. Dennoch fehlt diese typische dreckige Caroni Komponente und deshalb ist es für mich auch nur ein halber Caroni.
Gesamtwertung: 83 Punkte
Süße: 2/5
Frucht: 3/5
Würze: 4/5
Komplexität: 3/5
PL (325€): 1.5/5
Caroni 2000/2020 - 20 Jahre - Special Edition Basdeo "Dicky" Ramsarran
Nase: Recht süßer und Lederbetonter Geruch, es finden sich viele Trockenfrüchte (Rosinen). Hier würde ich Parallelen zu Bristol Caronis 1997 ziehen.
Leicht riecht man auch das Bourbon Fass mit Vanille, dem hellen Holz und süßem Karamell.
Viel Leder, etwas Teer dahinter, wenig Gummi aber doch noch zu riechen.
Dunklere Fassaromen. Die Süße ist sehr schön, es sticht aber nichts ungewöhnliches heraus was ich nicht schon kennen würde. Ich mag solch einen Geruch sehr, ich muss aber sagen, dass ein 96er Trespassers oder The Last nochmal mehr Power haben und interessanter sind.
Geschmack: Süßer Start mit vielen Trockenfrüchten und Hülsen (Buchweizen), aber auch einigen Tanninen die gewisse Bitterkeit mitbringen. Ich nehme noch ganz leicht Kräuteraromen wahr. Er nimmt sofort an Schärfe zu und lässt dem Bourbon Fass freien Lauf. Es entwickelt sich Vanille und viel helles Holz. Das Holz ist nicht alt, sondern noch frisch und nass. Zum Finish hin entwickelt sich viel Leder verbunden mit etwas Teer und der Bitterkeit der Tannine.
Der Abgang ist etwas scharf, da ist Vanille, Holz, Tannine, viel Leder, Teer und Trockenfrüchte.
Nachgeschmack: Leder, Trockenfrüchte, Holz, Tannine, Teer, Kräuter
Fazit: Ein guter Caroni, wahrscheinlich repräsentiert er das Jahr 2000 in einer ausgezeichneten Art und Weise. Schöne Komposition der Aromen, es ist alles sehr gut zusammengesetzt.
Allerdings steht er für mich hinter den 1996er Caronis. Wenn ich den Preis berücksichtige, dann würde ich eher mit einem Rum Nation 1999 oder einem Bristol 1997-2019 vorlieb nehmen. Da habe ich dann nicht diese perfekte Aromenkombination, aber deutlich längeren Genuss zu einem viel besseren Preis.
Gesamtwertung: 92 Punkte
Süße: 2/5
Frucht: 2.5/5
Schärfe: 3.5/5
Komplexität: 3.5/5
PL: 2.5/5
Valinch & Mallet Diamond 2001 Demerara Guyana 18 Jahre 52.5%
Nase: Ähnlich einem Skeldon entweichen dunkle Trockenfrüchte, Trauben, Blaubeeren und Brombeeren. Ich kann noch unzählige andere Früchte wie Cranberries, Stachelbeeren benennen. Etwas Lakritze, Melasse und gebrannter Zucker sind dabei. Das ganze hat auch noch einen blumigen bzw. aromatischen Touch. Schwarztee mit Rum würde ich noch gerne benennen.
Das ist ein fantastischer Geruch. Das erinnert schon an den Black Tot 50 bzw. an einen alten Navy.
Sehr Starker Diamond und das von 2001, fantastisch.
Moment... mir fällt gerade ein, das ist 2001er Demerara... das ist ein Skeldon, ich bin mir sehr sicher.
Geschmack: Süßer Start mit Trockenfrüchten (Cranberries, Blaubeeren), Lakritze, holzigen Noten in Verbindung mit Schwarztee-Rum bzw. das könnte auch etwas Kaffee sein. Fassaromen die etwas abgestanden wirken, das ist typisch REV und Skeldon.
Die Tannine entwickeln sich hin zur Mitte, das kippt kurz etwas ins medizinische hinein und wird schärfer. Dann kommt der Rum wieder etwas fruchtiger. Lakritze begleitet von leichter Bitterkeit und dem Schwarztee mit Rum schieben Richtung Abgang.
Abgang ist etwas scharf. Leichte Bitterkeit von Holz-Tanninen, Schwarztee mit Rum, Trockenfrüchte wie Blaubeeren, Brombeeren.
Nachgeschmack: Schwarztee mit Rum, Trockenfrüchte, etwas Lakritze
Fazit: Ja ein toller Skeldon, in der Nase sogar noch besser als am Gaumen. Schön ausgewogen, die Balance der Aromen ist sehr gut. Für Liebhaber von alten Navys zu empfehlen.
Gesamtwertung: 92 Punkte
Süße: 1/5
Frucht: 3/5
Schärfe: 2/5
Komplexität: 3.5/5
PL 200€: 4/5
Rum Artesanal HD Hampden 1998 65,9%
Nase: In der Nase ist es ein verhaltener High Ester Hampden, nicht übermäßig intensiv. HLCF könnte passen.
Viel Klebstoff, süße Tropenfrüchte, darunter viel reife Ananas. Leicht malziges Aroma und ein geringer Fasseinfluss ist zu riechen (etwas Holzchips).
Geschmack: Leicht süßer und ausgewogener Start mit Ananas und Klebstoff (fast schon zu wenig Fruchtigkeit). Sofort nimmt die Süße ab, Malz und maritime Aromen (salzig) kommen zur Geltung. Der Rum nimmt an Schärfe zu, die Bitterkeit (Tannine) breitet sich etwas zu stark für meinen Geschmack aus.
Der Abgang ist scharf, Malz, Sonnenblumenkerne, leichte Bitterkeit, Öl. Verhaltene Fruchtigkeit im Hintergrund, das müsste mehr vordergründig sein.
Nachgeschmack: Ananas, Klebstoff, Holzfass, Malz und leichte Bitterkeit
Fazit: Wenig Süße am Gaumen und eine nur hintergründige Fruchtigkeit machen diesen Hampden zu einer mittelmäßigen Abfüllung. Zu starke Präsenz der Bitterstoffe am Gaumen und zu geringe Intensität in der Nase kosten zudem weiter Punkte.
Gesamtwertung: 79 Punkte
Süße: 1/5
Frucht: 3/5
Komplexität: 3/5
PL (150 Euro): 2.5/5
Neisson 2005 12y Velier 70th 51.3%
Geruch: Dunklerer Geruch, Zuckerrohr, Karamell, Trockenfrucht, fermentierte Früchte. Das erinnert schon stark an La Mauny, aber der Geruch ist etwas weniger fermentiert. Leicht pfeffrige und grasige Aromen im Hintergrund, Vanille vom Bourbon Fass. Es ist nichts neues dabei, aber gefühlt ist er noch etwas mehr balanciert.
Geschmack: Süßer Start mit fermentierten Früchten und Trockenfrucht, fermentiertes Zuckerrohr. Die Schärfe steigt leicht an, etwas pfefferige Aromen entwickeln sich. Die Süße klingt wieder ab, es bleiben fermentierte Früchte mit Zuckerrohr. Kaum grasige Aromen, etwas Weißeiche (helles Holzfassaroma).
Der Abgang ist scharf mit fermentierten Früchten und pfefferigen Aromen.
Nachgeschmack: fermentierte Frucht und Trockenfrucht, fermentiertes Zuckerrohr
Fazit: Das ist schon auf Höhe von La Mauny, die Aromen sind ähnlich. Er liegt nur stärker auf der Rum Seite, statt auf der Agricole. Ich muss sagen, das gefällt mir etwas besser, auch wenn ich La Mauny etwas komplexer finde.
Gesamtwertung: 89 Punkte
Süße: 2/5
Frucht: 3/5
Komplexität: 3.5/5
PL (300€): 2/5
Maison La Mauny 2005 CDR 49.7%
Geruch: Dunklerer Geruch, der sich zwischen Agricole und Rum abwechselt. Zuckerrohr, Trockenfrüchte (Rosinen, Kirschen), grasige Aromen, etwas pfefferige Noten. Karamell, fermentierte Früchte/Kräuter (Salbei, Lavendel), leicht Vanille vom Bourbon Fass. Er ist etwas dem JM 2004 von Kirsch Whisky ähnlich.
Sehr reicher Agricole Geruch mit schöner Balance.
Geschmack: Süßer start mit fermentierten Früchten und Zuckerrohr, Holz in Form von Papier/Pappe, Geschmack, die pfefferige Aromen entwickeln sich, Trockenfrüchte sind dabei. Die Süße weicht etwas und die salzige Komponente kommt rein. Mehr Pfeffer und Kräuter/grasige Aromen kommen dazu. Salbei mit gebranntem Zucker, ein wenige Bitterstoffe.
Der Abgang ist scharf mit Pfeffer, Zuckerrohr und fermentierten Früchten, Nelken.
Nachgeschmack: grasige Aromen, fermentierte Früchte, Zuckerrohr, Nelken
Fazit: Eine sehr gute Agricole, die sehr reich an Aromen ist und schöne Intensität besitzt. 49.7% passen sehr gut.
Gesamtwertung: 89 Punkte
Süße: 2/5
Frucht: 3/5
Komplexität: 4/5
PL:
Compagnie des Indes Hampden 1992 HLCF 59.8%
Ein 92er Hampden von CDI. Das ist mein erster 92er.
Geruch: Sehr scharfer High Ester Geruch entweicht dem Glas. Reife Ananas, Klebstoff, Bourbon Fass im Hintergrund welches mit kräutigen Aromen an einen PM erinnert. Holzchips und einige pfefferige Aromen sind außerdem präsent.
Süß/salzig und fruchtig hell insgesamt. Zu scharf in der Nase, kein zu großer Holzeinfluss. Scheint eher ein H statt ein HLCF zu sein.
Geschmack: Startet mit hellen Bourbon Aromen und süß/salzig, Vanille, Holzchips, grasige PM Aromen. Ananas und Klebstoff kommen auf. Der Rum nimmt an Schärfe zu, Malz und maritime (salzige) Noten drängen sich auf. Bitterstoffe sind wahrnehmbar. Holzchips mit grasigen Aromen sind noch immer im Hintergrund.
Der Abgang ist wieder süß/salzig, mit Ananas und Malz.
Nachgeschmack: Ananas, Malz, Holzchips
Das ist der salzigste Hampden den ich bisher hatte. Erinnert fast an Salzstangen.
Ein recht einmaliges Fass, was ich aber nicht unbedingt bevorzugen würde, da die Balance fehlt.
Durchaus komplex, aber wie gesamt sehr eigenartig.
Gesamtwertung: 84 Punkte
Süße: 1.5/5
Frucht: 3.5/5
Schärfe: 3.5/5
PL 300€: 1/5
Foursquare Redoutable
Redoutable
Geruch: Sehr reifer und süßer Geruch. Karamell, gebrannter Zucker, viele Trockenfrüchte, intensive Fassaromen. Das Fass ist stärker zu riechen, als in anderen Foursquare Abfüllungen. Eiche, Vanille vom Bourbonfass, Haselnuss, erdige Fassaromen. Der ist schon sehr reif und intensiv.
Geschmack: Karamell, gebrannter Zucker, Trockenfrüchte, Bitterstoffe (Tannine vom Fass). Die Schärfe steigt an und die dunklen Fassaromen explodieren. Tannine kommen auf, Vanille, viel Holz. Unglaublich holziger Foursquare. Der Abgang ist wieder süß und reif, Trockenfrüchte, dann sehr holzig mit Eiche und Vanille.
Nachgeschmack: Trockenfrucht, Fassaromen, Holz
Fazit: Ein schwieriger Fall, auf der einen Seite sehr reif und süß. Auf der anderen nicht sonderlich komplex, in manchen Abschnitten übertrieben und nicht balanciert. Das ist für mich quasi eine nicht verdünnte Version von Detente.
Gesamtwertung: 87 Punkte
Süße: 3/5
Frucht: 2/5
Schärfe: 4/5
PL 100€: 2.5/5
Habitation Velier Hampden <>H 2016
Probieren wir Mal diesen jungen Hampden von HV der kaum zu bekommen war.
Ich denke die meisten Spekulanten sitzen jetzt auf ihren Flaschen, da ich noch keine einzige Flasche gesehen habe die sich für 200 verkauft hätte.
Geruch: Erinnert mich an den Kill Devil 2007 10y. Viel Klebstoff, Ananas, Honigsüße nehme ich wahr. Wirkt fast schon klebrig süß das ganze, süßen Vanillepudding und Apfel würde ich noch benennen. Fasseinfluss kaum wahrnehmbar, evtl. minimal helles Holz. Insgesamt nicht komplex.
Geschmack: Süßer, recht weicher Start. Mit Klebstoff und reifer Ananas, minimal Bitterstoffe sind wahrzunehmen. Die Schärfe nimmt langsam aber steigt zu bis zu einem sehr hohen Pegel. Die Süße verringert sich langsam, die Ananas rückt ebenfalls etwas in den Hintergrund. Ein wenig Malz und Holz kommen dazu, mehr Klebstoff und Bitterstoffe entwickeln sich.
Säure hält sich zurück und spielt hier kaum eine Rolle.
Ganz leicht frisches Holz und frische, quasi grüne Ananas mit wenig Süße bleibt am Gaumen.
Der Abgang ist erstmal scharf, aber die Schärfe zergeht und es bleiben Aromen von Klebstoff, Apfel und Ananas.
Nachgeschmack: Ananas, Apfel, Klebstoff
Fazit: Ein guter Hampden, wenn auch nicht sehr reif. Recht süß und fruchtig frisch. Ich hätte mir hier mehr Reife gewünscht. Ob er mit 130 Euro richtig eingepreist war wage ich zu bezweifeln. Die Flasche Kill Devil 2007 wäre mir für 70 Euro lieber gewesen. Auch würde ich den HV LROK für 85 Euro vorziehen.
Zum aktuellen Preis von 200 Euro würde ich ihn auf keinen Fall kaufen.
Gesamtwertung: 87 Punkte
Süße: 3/5
Frucht: 4/5
Schärfe: 4.5/5
Komplexität: 3/5
PL 130€: 2.5/5