Nase: Den Duft kenne ich schon und zwar von Nanny of the Maroons.
Das ist eine Matche aus Quitte, Birne, Kürbis und etwas Limette. Seine Jugend ist ihm durch die Limette anzumerken. Nach ca. 30min kommt frisches Holz mit Orangenzesten zum Vorschein, süße Honignoten sind außerdem in der Kombination vorhanden.
Er sticht etwas in die Nase, ich merke leicht die Säure, aber sonst keine Fassaromen.
Geschmack: Startet eher mild mit süßer Quitte, Orangenzesten und leichten Bitternoten wie von Limettenschalen. Nimmt rasant an Schärfe zu, prickelt auf der Zunge und lässt die Quitte durch die Decke steigen. Birne kommt hinzu und zieht sich ewig bis in den Nachgeschmack. Bitterstoffe sind vorhanden, wobei ich nicht weiß ob die von Holz kommen, sie wirken eher metallisch auf mich. Der Mund trocknet aus und die Zunge wird von der Schärfe gestichelt. Ich habe ein Eindruck, als schmecke ich etwas Holz.
Das ist ein wirklich sehr langer Abgang, der noch Minuten nachhallt. Quitte ist dabei das dominierende Aroma.
Nachgeschmack: Quitte, Birne, Banane, Orangenzesten
Fazit: Das ist ein recht scharfer Rum mit ordentlichem Fruchteinschlag. Am Anfang fand ich ihn nicht aufregend, aber als nach 30min die Orangenzesten hinzu kamen, hat sich meine Meinung geändert.
Das ist für mich ein sehr guter Rum, der ein neues Geschmackserlebnis bietet und dabei dennoch mit seinen 4 Jahren genügend Komplexität aufweist.
Er hat noch Potential, ich denke mit 10 Jahren wäre das noch ein weitaus besserer Rum. Die Schärfe könnte sich reduzieren und die Orangenzesten könnten an mehr Einfluss gewinnen und dabei noch mehr Holzlack reinbringen.
Gesamtwertung: 87 Punkte
Süße: 3/5
Frucht: 4.5/5
Schärfe: 4/5
Komplexität: 4/5
PL: 3.5/5